Archiv der Kategorie 'Stellungnahmen & Flugblätter'

Besser spät als nie?

Nach etwa einem Monat des konsequenten Totschweigens, hat man sich bei der SHZ nun endlich dazu durchgerungen, sich das eigene journalistische Versagen einzugestehen und eine Richtigstellung bezüglich des Artikels vom 22.06., in dem man Dennis Grubes zweifelhaftes Engagement auf Facebook noch in höchsten Tönen lobte, zu veröffentlichen. Zwar wird in dem Artikel nicht erwähnt, dass jedes vierjährige Kind, unter Zu­hil­fe­nah­me des Internets, schnell Näheres über die Gesinnung „Dennis G.“s (beim letzten mal war es doch auch kein Problem den vollen Namen zu schreiben…) hätte rausbekommen können, aber wer soll einem Provinzblatt, das ansonsten über Traktorrennen und Rendsburger Herbst berichtet, einen solchen Faux­pas schon übel nehnem? Deshalb abschließend der Ratschlag an die Redaktion der LZ, derlei „Schlagzeilen“ zukünftig der Springer-Presse zu überlassen, anstatt zu versuchen Faschos zu lokalen Berühmtheiten zu erheben wenn das nächste Sommerloch vor der Tür steht.

SHZ bietet Neonazis Forum

Dennis Grube SHZ
Foto: Euler

Wie der Landeszeitung vom 22.06.11 zu entnehmen war, hat Rendsburg nun seinen eigenen „Pädophilen-Jäger“. Ein recht großer Artikel auf der ersten Seite des Lokalteils der Landeszeitung berichtete über seine Aktivitäten. Über die Bezeichnung kann man streiten, grundsätzlich wird aber kaum jemand besonders begeistert sein von Menschen, die sich an Kindern vergehen. Der Mitarbeiter der Landeszeitung hat in diesem Fall nur leider versäumt zu recherchieren, wem hier begeistert zugejubelt wird. Denn Dennis Grube ist nicht einfach der nette Nachbar, der die Facebook-Welt in zwei Stunden täglich ein wenig sicherer macht. Er ist nicht nur der aus Lübeck nach Rendsburg gezogene gute Kumpel, der hier als Koch arbeitet. Dennis Grube ist Neonazi.

Dennis Grube 1

Dennis Grube 2

Auf den uns weitergeleiteten Fotos ist Grube mit einem T-Shirt auf dem ein Wehrmachtssoldat vor der Hakenkreuzfahne steht zu sehen. Das Hakenkreuz verdeckt der Soldat mit seinem Kopf. Auf einem anderen Bild posiert Grube mit einem T-Shirt der Neonazi-Band „Weiße Wölfe“. Mitglieder dieser Band standen ab 2005 immer wieder wegen Volksverhetzung und der Verbreitung ausländerfeindlicher Schriften vor Gericht. Da ihnen die direkte Produktion ihrer CD „Weiße Wut“ nicht nachgewiesen werden konnte, wurden sie freigesprochen. Ihre Texte sprechen allerdings für sich:

Wir alle sind Kinder des Reiches, die Erben arischer Werte, drum bekenne Dich zu Deiner Herkunft mit Stolz, Blut und Ehre. (Weiße Wölfe – Kinder des Reiches)
Wartet ihr Brüder, jetzt kommt die Rache, Juda verrecke und Deutschland erwache… Und haben wir die alleinige Führung, dann weinen viele, doch nicht vor Rührung. Für unser Fest ist nichts zu teuer, 10.000 Juden für ein Freudenfeuer. (Weiße Wölfe – Unsere Antwort)
Weiße Wölfe – Weiße Wut, Weiße Kämpfer – Arisches Blut. (Weiße Wölfe – Weiße Wut)
Ruhm und Ehre der Waffen-SS, in stiller Trauer wolln wir ihrer gedenken. Ihre Treue soll uns ein Vorbild sein bei unserm Handeln und Lenken. Sieg Heil! (Weiße Wölfe – Ruhm und Ehre)
Hail C18, you know what I mean. Hail, hail, hail, the terrormachine. Hail, hail, hail, Combat 18. (Weiße Wölfe – Hail C18)

Machete

Auf einem weiteren Foto posiert Grube mit einer riesigen Machete, die er jemandem an den Hals drückt.

Wer sich die Gruppe „Stoppt Kinderschänder bei Facebook“ ansieht, in der Grube mitmischt, entdeckt auf Anhieb mindestens ein Drittel Personen, die der NPD oder den sogenannten „Freien Nationalisten“ nahestehen. Zu sehen sind Parteisymbole ebenso wie rechte Parolen und Namen, die sich auf Nazibands oder die nordische Mythologie beziehen. Bei genauerem Ansehen der Profile steigt die Zahl der Treffer im rechten Spektrum massiv an. Dies ist weder Zufall, noch ein Missgeschick unvorsichtiger Administratoren. Denn über die Hälfte der Administratoren ist auf Anhieb als Nazi erkennbar. Es ist vielmehr gängige Strategie von Nazis sich auf das Thema Kindesmissbrauch zu stürzen und es zu besetzen. Sie wissen genau, dass kaum jemand ernsthaft Partei für Pädophile ergreifen würde.
Nazis geht es dabei aber nicht um das Wohl der Kinder. Es geht ihnen um das Aussortieren dessen, was sie für die von ihnen so genannte „Volksgemeinschaft“ als schädlich empfinden. Sie fordern zwar ganz allgemein den Schutz von Kindern und eine härtere Gangart gegen Pädophile. Gemeint sind damit aber ausschließlich „deutsche“ Kinder und einmal mehr das Ermorden von Menschen, die sie als nicht lebenswert erachten („Todesstrafe für Kinderschänder“). Es geht ihnen eben nicht darum Sextätern das Handwerk zu legen, sondern darum Stimmung zu machen und über ein heiß diskutiertes Thema die Möglichkeit zu nutzen, ihre Vorstellungen einer abgeschotteten, „rein deutschen Volksgemeinschaft“ in die breite Masse zu tragen. Sie benutzen die berechtigte Sorge ihrer Mitmenschen als Einfallstor für ihre Propaganda. Die Lösung, die Nazis anbieten, passt zu der Musik, die sie hören. „Todesstrafe für Kinderschänder“ ist ihre Forderung. Auf Klamotten, Aufklebern und in der Musik, die sie spielen. Eine ebenso simple, wie entlarvende Forderung. Denn alles, was nicht in das Bild von Nazis passt, wird mit Gewalt bekämpft und wenn möglich endgültig beseitigt. Ganz gleich ob Kinderschänder, Ausländer, Linke oder wie in den Texten der Band „Weiße Wölfe“ mehr als deutlich gefordert: Juden.

Jemand, der mit solchen T-Shirts herumläuft, anderen Menschen eine Machete an den Hals hält und Musik hört, die zu Mord und Totschlag aufruft, ist wohl kaum geeignet sich um die Sicherheit von Kindern zu bemühen. Vielmehr wird hier wieder einmal deutlich wie einfach es für Neonazis ist ein emotional aufgeladenes Thema wie Kindesmissbrauch zu benutzen. Und die Landeszeitung macht sich zum Handlanger.

Weltfrauentag 2011

In diesem Jahr wird der einhundertste Jahrestag des Weltfrauentages gefeiert. Eingeführt und in mehreren europäischen Ländern und den USA zum ersten Mal begangen am 19. März 1911, unterstützt durch viele Streiks, Aktionen und die dem Streik der St. Petersburger Textilarbeiterinnen folgende Februarrevolution in Russland, legte die 2. Kommunistische Konferenz 1921 den 8, März als offizielles Datum fest. Seitdem wird er jedes Jahr in vielen Ländern auf der Welt gefeiert und ist zu einem wichtigen Bestandteil des Kampfes der Frauen für ihre Rechte geworden.
Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Arbeiterinnen einer New Yorker Textilfabrik damit, mit Streiks für ihre Rechte zu kämpfen. In diesem Zusammenhang wird von einer großen Demonstration und einem brutalen Vorgehen der Polizei berichtet. Ein halbes Jahrhundert später, am 08. März 1908, traten wieder Arbeiterinnen einer New Yorker Textilfabrik in den Streik. Um zu vermeiden, dass sich Gewerkschaften und andere Belegschaften mit ihnen solidarisierten, wurden sie vom Fabrikbesitzer und von den Aufsehern in der Fabrik eingesperrt. Bei einem Feuer, dass die Fabrik vernichtete, starben 129 Arbeiterinnen.
Auf Initiative der Sozialistin Clara Zetkin wurde 1910 auf der 2. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines jährlichen Internationalen Frauentags beschlossen. Zu den zentralen Forderungen gehörten neben den Wahl- und Stimmrechten für Frauen auch Arbeitsschutzgesetze, gleiche Bezahlung wie die männlichen Kollegen, Mindestlöhne und der Mutter- und Kinderschutz. Alles Forderungen, die auch heute noch Bestandteil gewerkschaftlicher Kämpfe sind.
In den Jahren zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg kamen Forderungen wie der legale Schwangerschaftsabbruch hinzu. 1931 starben allein in Deutschland 44.000 Frauen an den Folgen illegaler und damit medizinisch nicht einwandfreier Schwangerschaftsabbrüche. Im Lauf der Zeit und als Lehre aus vergangenen Zeiten wurden diese Forderungen ergänzt um eine Beendigung imperialistischer Kriege, die Beendigung des Wettrüstens und einem Eintreten für die Völkerverständigung. Inzwischen ist der Weltfrauentag ein Tag vielfältiger Aktionen, von Straßentheater über Demonstrationen hin zu direkten Aktionen gegen ausbeutende Firmen.
Gerade weil nach 100 Jahren Kampf für die Frauenrechte längst nicht alle Ziele umgesetzt sind, Frauen im Beruf immer noch benachteiligt sind, viele immer noch (sexualisierter) Gewalt durch Männer ausgesetzt und 70 % der Armen in der Welt Frauen sind, ist es wichtig dieses historische Datum als das in Erinnerung zu behalten und fortzuführen, was es ist: ein Kampftag für die Rechte der Frauen.

Agnes-Miegel-Straße umbenennen!

Schöner leben ohne Agnes Miegel

Noch heute sind Straßen, Wege und Schulen nach der Nationalsozialistin Agnes Miegel benannt. Auch in Büdelsdorf. Ein Appell für eine Umbenennung der „Agnes-Miegel-Straße“.
„Dies habe ich mit meinem Gott alleine abzumachen und mit niemand sonst“, so antwortete Agnes Miegel auf die Frage nach ihrer Vergangenheit in der nationalsozialistischen Diktatur unter Adolf Hitler. Dieser lapidaren Antwort ging eine der erfolgreichsten Schriftsteller-Karrieren im Dritten Reich voraus. Agnes Miegel, die am 9.3.1879 in Königsberg geboren wurde, war eine völkische Heimatdichterin, die mit ihren Gedichten „An den Führer“ oder „Dem Führer“ glorifizierende Lobeshymnen auf Adolf Hitler verfasste. Sie engagierte sich bereits seit 1920 in der rechts-nationalen „Ostpreußischen Zeitung“ und stieg nach der Machtübernahme der Nazis zu einer der SchriftstellerInnen im Regime auf. Sie trat der NSDAP bei, nahm dankend das „Ehrenzeichen der Hitlerjugend“ an und wurde schließlich von Adolf Hitler auf die „Gottbegnadetenliste“ gesetzt. Auf dieser Liste wurden die von Hitler als wichtigste Schriftsteller des Dritten Reichs auserkorenen Publizisten gehuldigt. Ebenso unterzeichnete sie mit 88 weiteren Schriftstellern das Pamphlet der „treuesten Gefolgschaft Adolf Hitlers“ und nahm nach vorangegangener Säuberung eine wichtige Stellung in der „Preußischen Akademie der Künste“ ein. Dr. Arnulf Scriba, bezeichnet Miegel auf der Internetseite des Deutschen Historischen Museums als „literarisches Aushängeschild“ des Dritten Reichs.
Miegel war also überzeugte Nationalsozialistin und keine Mitläuferin im Regime. Des Weiteren zeigt sie durch ihre Äußerungen nach der NS-Zeit, dass eine offene Distanzierung für sie nicht in Frage kam.
Trotz dieser eindeutigen Belege, gibt es in vielen Teilen Deutschlands immer noch Straßen, Wege und sogar einige Schulen, die ihren Namen tragen. Im Jahr 2010 wurde in einigen deutschen Städten, so zum Beispiel Erftstadt oder Bergisch-Gladbach, gehandelt und die nach Miegel benannten Straßen wurden offiziell umbenannt. In Büdelsdorf ist sie weiterhin namensgebend für eine Straße ganz in der Nähe des Hermann-Ehlers-Platzes. Dieser war in der Nazi-Zeit Mitglied der „Bekennenden Kirche“, die sich gegen die Gleichschaltung Hitlers zur Wehr setzte und Ehlers persönlich wurde aufgrund seines Engagements eine Übernahme als Richter verwehrt. Ebenso befinden sich in Büdelsdorf der „Carl-Von-Ossietzky-Weg“ und „Kurt-Schuhmacher-Weg“. Diese beiden wurden in Konzentrationslagern der Nazis interniert, und Ossietzky wurde nach der anhaltenden Folter von einem Schweizer Diplomaten mit den folgenden Worten beschrieben: „Ein zitterndes, totenblasses Etwas, ein Wesen, das gefühllos zu sein schien, ein Auge verschwollen, die Zähne anscheinend eingeschlagen“.
Das in der gleichen Stadt, wo diesen beiden Opfern des Dritten Reichs gedacht wird, gleichzeitig eine Straße nach einer überzeugten Nationalsozialistin benannt wird, ist paradox und zynisch!
Es ist wünschenswert, dass auch die politisch Verantwortlichen in Büdelsdorf ein Zeichen setzen und der Anerkennung von Agnes Miegel ein Ende setzen. Gerade in einem Land, das vorgibt seine Geschichte aufgearbeitet zu haben, ist es ein untragbarer Zustand eine solche Namensgebung unangetastet zu lassen. Andere Städte in Deutschland haben es vorgemacht, nun ist das Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, sowie der Politik gefordert. Lassen Sie uns gemeinsam mit einem positiven Beispiel voran gehen und ein Zeichen gegen nazistische Ideologien und eintreten für ein würdiges Gedenken an die Opfer, statt einer Erinnerung an die Täter!

[AARD] Antifaschistische Aktion Rendsburg
Gruppe V.I.P [Vive! Intellege! Pugna!]

Solidarität mit der Liebig 14

Jede Räumung hat ihren Preis

Am 02.02.2011 wurde mit der „Liebig 14″ eins der letzten und ältesten besetzten Häuser Berlins durch ein martialisch ausgerüstetes Bullenaufgebot geräumt. 2500 Bullen wurden aus mehreren Bundesländern zusammengezogen und auf Berlin verteilt, um dem Traum und der Umsetzung einer alternativen Lebensgestaltung ein Ende zu setzen. Die Folge waren militante Proteste und Solidaritätsaktionen bundesweit und überall auf der Welt. Von Oslo und Kopenhagen über Rendsburg bis Japan und Peru.

Auf der ganzen Welt teilen Menschen den Traum und die Vorstellungen eines anderen, besseren Zusammenlebens und sind bereit dafür auch zu kämpfen.
Während viele Menschen es vorziehen in Mietskasernen unter Nachbarn, die sie kaum kennen, ihr Dasein zu fristen, wird in besetzten Häusern und alternativen Zentren versucht eine andere Möglichkeit des gemeinschaftlichen Lebens umzusetzen. Statt permanentem Konkurrenzdenken bestimmen gegenseitige Unterstützung und Solidarität den Alltag. Diese Lebensweise ist ein Stück Gegenkultur, das immer wieder neu erlernt und erkämpft werden muss. Hierzu gehört auch die herrschenden Verhältnisse immer wieder in Frage zu stellen und sich dagegen zu wehren, wenn z. B. die nächste Mieterhöhung ins Haus flattert.
Die bestehenden Mietverträge der Bewohner der „Liebig 14″ wurden gekündigt, trotzdem blieben sie in ihren Wohnungen und damit dort, wo sie sich zu Hause fühlten. Was folgte waren Schikanen und Räumungsklagen des Vermieters, der auf diverse Forderungen der Bewohner, wie die nach bezahlbaren Mieten, gar nicht erst einging. Um die Wohnungen luxussanieren und gewinnbringend verkaufen zu können müssen alle Mieter raus.
Es geht nicht um die Bedürfnisse der Mieter, wie z. B. bezahlbaren Wohnraum zu haben, sondern lediglich um die Profitgier und die Wohlstandssicherung der Vermieter.

Diese Vorgehensweise lässt sich immer wieder beobachten.
Durch Immobilienspekulation, steigende Mietkosten und eine allgemeine „Aufwertung“ des Wohngebiets werden diejenigen Menschen verdrängt, die sich diese Mieten nicht mehr leisten können oder wollen. Komplette Stadtbezirke werden so von weniger zahlungskräftigen Mietern gesäubert und übrig bleibt eine hübsche, moderne Wohnsiedlung mit dem Flair eines ehemals alternativen Viertels. Es ist Mode geworden sich in modernisierte Wohnungen in (ehemaligen) Szenevierteln einzukaufen. Alternativ ist chic, chic ist Trend und Trend ist teuer. Egal ob auf die Mieten bezogen, auf die Kleidung in den In-Läden, die Cocktails in der neuen Szene-Yuppie-Kneipe oder den Eintritt für die angesagten Clubs.
Ehemalige Bewohner des Viertels, die sich diese Umstrukturierung ihres Lebensraumes nicht leisten können werden in städtische Randgebiete verdrängt. Damit geht ein Stück Leben verloren, ein Stück Ausstrahlung des Viertels und letztlich auch das Viertel selbst. Es wird zu einem weiteren Wohlstands-Ghetto, während sich die neuen Bewohner im Glanz des „alternativen Viertels“ sonnen, welches sie mit zerstört haben.

Wir solidarisieren uns mit den Bewohnern der „Liebig 14″, mit ihren Unterstützern und mit allen Menschen die ihren Protest laut, kreativ, kraftvoll, entschlossen und militant auf die Straße tragen.
Jede Sponti, jede Sprüherei, jede brennende Barrikade ist Ausdruck unserer Solidarität.

Ihr habt den Zeitpunkt bestimmt. Den Preis bestimmen wir!

Kommentar 9.11.2009

Besser spät als nie – Kommentar zum 9. November:
An diesem 9.November 2009 war mal wieder so ein Tag.
Wo man hinsah „stolze Deutsche“, überall Deutschlandfahnen und auch dieses schöne, nationalistische Lied von unserem antisemitischen Landsmann war natürlich mit dabei.
Ach ja, richtig, „unsere“ Nationalhymne.
Nur gut, dass bei den Feierlichkeiten nicht allzu viele Bierzeltpatrioten vor Ort waren, sonst wären erste und dritte Strophe im allgemeinen Deutschland Sing-Sang womöglich noch durcheinander gekommen.
Damit solche Ausrutscher – von Einzelpersonen natürlich – nicht passieren konnten, lüftete die Tagesschau, zu gegebenen Anlass in 30-minütiger XXL-Sendung, schließlich das Geheimnis was an diesem Tag noch geschah.
18 Minuten vergingen in denen man erfuhr, dass der 9. November (taktvoll meist ohne Jahreszahl genannt) wohl einer der glücklichsten Tage der deutschen Geschichte sei.
Dann aber begannen die schier unendlichen 2 Minuten Sendezeit , in denen einem der widerlichsten Tage der deutschen Geschichte und seiner Opfer gedacht wurde, der Reichspogromnacht am 9.11.1938.
Im Volksmund wird dieser Tag auch Reichskristallnacht genannt. Klingt ja auch gleich ein bisschen netter, Kristall.
Dabei steht hinter diesem Wort eines der grausamen Symbole der Judenverfolgung von 1933-1945, der 6 Millionen Menschen zum Opfer fielen. In dieser Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen, Tausende Menschen wurden deportiert oder ermordet und es entlud sich der latente Antisemitismus der deutschen Bevölkerung.

Aber jetzt mal Schluss mit den alten Geschichte, schließlich hat Deutschland seine Vergangenheit aufgearbeitet! So sehr sogar, dass heute mehr als 60% der Deutschen angeben, sie hätten es satt von den Verbrechen der Deutschen an den Juden zu hören.
Hach, toll was wir doch für eine fortschrittliche Bevölkerung haben, immer zukunftsorientiert, fast schon progressiv, das Alte hinter sich lassend.
Doch es gibt da etwas, was anscheinend einfach zu schön war, um es gleich mit zu Verdrängen. Diese jüdischen Stereotypen. Wie ist es sonst zu erklären, dass fast jeder zehnte Jugendliche in diesem Land Sympathien für antisemitische Einstellungen hegt, obwohl die meisten eine jüdische Person wahrscheinlich nicht einmal persönlich kennen. Woran es liegt, dass „der Jude“ den jungen Deutschen unbekannt ist? Stopp… dieses Thema hat man ja satt.

Also wieder zur Gegenwart, wo das Motto lautet: „Du bist Deutschland!“
Inklusive Brandanschläge auf Synagogen, SS-Runen an Kindergärten und insgesamt mehr als 1000 antisemitische Straftaten pro Jahr.
Irgendwie ist es eher das, was ich satt habe!

Alte Flugblätter, u.A. zu Thor Steinar

Da es grade zum Thema passt, auf dem Rechner wieder aufgetaucht ist und wir ja gerne Aktivitäten der Gruppe möglichst lückenlos dokumentieren wollen (Anmerkung: Digitale Daten sind leichter zu archivieren), gibt es hier das Flugblatt, dass wir vor 2 1/2 Jahren anlässlich des Fockbeker Dorffests verteilten. Eine Seite über Thor Steinar und eine Seite über das Fest ansich. Das erste Flugi datiert der PC auf den 8.8.2007:

„Old Shit. New Style.

Ewiggestrige wollen nicht immer als solche erkannt werden. Schon längst sind Nazis nicht mehr unbedingt an Springerstiefeln, Bomberjacke und Glatze zu erkennen. Auch Neo-Nazis wollen inzwischen modisch aussehen und dementsprechend haben sich auch ihre bevorzugten Klamotten geändert.
Auffallend viele tragen nun Kleidung der Marke THOR STEINAR. Was für normale Jugendliche die schicke Boutique ist, ist für den modebewussten Neo-Nazi der Thor Steinar-Onlineshop.
THOR STEINAR ist eine Bekleidungsmarke, die sich völkischer Symbolik mit NS-Bezug bedient und vor allem von Neonazis getragen wird.
Auch den Besitzern der Firma wird eine Nähe zur extremen Rechten nachgesagt. Über den Vertrieb der Klamotten flossen 2005 schon 2 Millionen Euro indirekt der Naziszene zu. Doch auch unpolitische Käuferschichten werden durch das Design der Klamotten angesprochen. Dabei unterstützt aber jeder, der diese Kleidung kauft und anzieht, direkt Neonazis in ihrem Bestreben ihre Inhalte und Symbole in die Gesellschaft zu tragen. Grade deshalb halten wir eine Aufklärug über die Marke und ihre Hintergründe für zwingend notwendig.


Altes und neue Logo
der Firma

Nazikleidung stinkt!
Thor Steinar stoppen!
www.stop-thorsteinar.de.vu“

Andere Seite des Flugblatts:

„Fockbeker Dorffest
-
Kein Fest für Nazis

Liebe Fockbeker und Fockbekerinnen, vielleicht erinnern sie sich an die Dorffeste der letzten Jahre.
Die meisten Menschen kamen um friedlich zu feiern, doch einige Neonazis aus dem Umkreis benutzten das Fest um sich zu treffen. Provokativ stellen sie ihre Gesinnung zur Schau, beispielsweise durch einschlägige Klamottenmarken und menschenverachtende Parolen, ob auf ihren Kleidungsstücken oder durch die Gegend gegröhlt. In den letzten Jahren kam es jedesmal zu Auseinandersetzungen zwischen Neonazis und Menschen, die nicht in deren Weltbild passen.
Durch die zahlreiche Anwesenheit von Neonazis (mehr als fünfzig im letzten Jahr) müssen Menschen, die „nicht deutsch genug“ scheinen beim Dorffest um ihre Gesundheit bangen. Der eigentliche Sinn eines Dorffestes die Gemeinschaft zu stärken und für Unterhaltung, insbesondere auch der Kinder und Jugendlichen, zu sorgen, wird von den Neonazis durch die Vereinnahmung des Festes in den Hintergrund gestellt. Sie nutzen das Fest als Bühne, um ihre Weltanschauung zu präsentieren und ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen.
Die Ereignisse der letzten Jahre haben mehr als deutlich aufgezeigt, dass Polizei und Wachdienst mit der Situation überfordert waren und die Ausschreitungen nicht verhindern konnten.
Deshalb sollten Nazis vom Mitfeiern ausgeschlossen und von der Dorfgemeinschaft nicht geduldet werden. Der einfachste Weg, um das Fest dieses Jahr friedlich zu halten:

KEIN FUSSBREIT FÜR NAZIS!
NICHT IN FOCKBEK UND NICHT ANDERSWO!“

Außerdem ein Flyer, den wir beim Rendsburger Herbst vor 2 Jahren verteilt haben, zum damals aktuellen Thema Videoüberwachung der Rendsburger Innenstadt. Vom PC datiert auf den 22.8.2007:

„Wolfgang is watching you – auch in Rendsburg

Schon seit langem ist Videoüberwachung in den Straßen deutscher Städte zum Alltag geworden. Die Entwicklung, welche in Kaufhäusern und Bahnhöfen ihren Anfang nahm hat sich längst auf ganze Stadtviertel ausgeweitet.
Auch in vielen deutschen Großstädten; wie zum Beispiel der Kölner Innenstadt, kann mensch sich nicht mehr frei bewegen, ohne von Kameras erfasst zu werden. Die Innenministerkonferenz vom 4. Mai 2000 begründete den „offenen Einsatz von Videoüberwachungsmaßnahmen an Kriminalitätsbrennpunkten im öffentlichen Raum“ als ein geeignetes Mittel, um die Wahrnehmung der polizeilichen Aufgaben im Rahmen der Gefahrenabwehr und Strafverfolgung wirksam zu unterstützen. Viel zu viele Menschen lassen sich leider ohne Protest in ihrer Privatsphäre einschränken, weil sie glauben ihre Sicherheit würde erhöht.
Dass dies natürlich Unfug ist, weil die meisten Gewaltverbrechen im Affekt geschehen und geplante Verbrechen sich einfach an andere Orte verlagern, das sollte jeder und jedem einleuchten, dass Kameraüberwachung nur der erste Schritt hin zur totalen Überwachung ist, auch.
Die geplante Videoüberwachung in Rendsburg passt nämlich perfekt in einen deutschlandweiten Trend hin zu mehr Überwachung und dem gläsernen Menschen. Polizeiliche Befugnisse werden schrittweise ausgebaut, Freiheitsrechte dafür schrittweise weiter beschnitten. Inzwischen überschlägt sich Innenminister Schäuble fast, mit immer neuen Forderungen nach mehr Überwachung und Kontrolle. Das Grundgesetz sieht er dabei als Hindernis für die Umsetzung seiner Vorstellung und sogar den Vorschlag es zu ändern hatte er schon bei der Hand.
Wer die Freiheit aber aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
Gegen Überwachung, Bespitzelung und Ausspionierung!“

Angriff auf Antifaschisten nach Nazi-Infostand in Rendsburg

- Infostand von Neonazis in der Stadt
- Bedrohung gegen die T-Stube
- Nazi-Sprühereien am ZOB
- Angriff auf Antifaschisten


Auf dem Bild zu erkennen, mit dunklen Haaren und Palituch, Roland Siegfried Fischer.

Nachdem die NPD schon im November einen Infostand in Rendsburg abgehalten hat, veranstalteten Nazis am Samstag, den 12. Dezember, erneut einen Infostand in Rendsburg.
Ungefähr 20 Nazis versammelten sich zu diesem Zweck an der Eisenbahnbrücke am Schloßplatz. Danach entfernten die Nazis sich geschlossen zum Bahnhof. Dort bemerkten sie offenbar, dass sie noch Zeit haben, bis ihr Zug abfährt und gingen vom Bahnhof aus provokativ noch einmal zur T-Stube im Stadtpark. Bereits in der Nacht zuvor wurden auf genau dieser Strecke rechte Parolen gesprüht.

Die Farbe war am Morgen noch frisch. In der Unterführung zwischen ZOB und Bahnhof haben Neonazis ein Hakenkreuz, SS-Runen, die Abkürzung von Combat 18, einer verbotenen rechten Terrorgruppe und eine Menge NPD-Aufkleber hinterlassen. In der Unterführung an der weißen Brücke sprühten sie ebenfalls die Abkürzung von Combat 18, sowie die unverhohlene Drohung; „Wir kriegen euch alle“.

Nachdem die Gruppe von Nazis zum Bahnhof zurückgekehrt war, gingen die Nazis vermummt auf 4 Antifaschisten los, die sie auf dem nahegelegen Park & Ride entdeckten. Die Nazis warfen mit Flaschen und Steinen, die Antifaschisten konnten in den nahegelegenen Edeka flüchten. Die Nazis folgten ihnen zwar hinein, beendeten aber den Angriff. Danach fuhr die Gruppe Nazis geschlossen im Zug nach Kiel, wo sie sich zerstreute. Besonders pikant ist hier, dass die Polizei direkt vor dem Eingang des Bahnhofs parkte, 20 vermummte Nazis allerdings kein Grund zum Eingreifen waren. Lediglich die Antifaschisten mussten ihre Personalien kontrollieren lassen.

Wir sind extrem besorgt darüber, dass sich eine große Gruppe von Nazis ungestört durch die Stadt bewegen kann,dass Nazis rassistische Sprühereien hinterlassen und unter den Augen der Polizei eine kleine Gruppe Antifaschisten angreifen. Aus diesem Grund wurde am Abend auch noch spontan gegen Nazigewalt demonstriert, um die Bevölkerung über diesen heftigen Übergriff aufzuklären. Es muss ein Thema in Rendsburg werden, wieso es möglich ist, dass eine Nazihorde durch die Straße zieht und offensichtlich gezielt Menschen sucht, die sie angreifen kann.

Antifaschistische Aktion Rendsburg, [AARD]

Indymedia-Artikel

Nachdem auf Indy ein Artikel unter dem Pseudonym „Antifa Rendsburg“ aufgetaucht ist, scheint uns eine Klarstellung angebracht:

Der Artikel ist keine offizielle Stellungnahme unserer Gruppe. Wir finden es gut, dass Menschen sich für linke Zentren engagieren und unterstützen die Forderung „Wir bleiben alle!“ voll und ganz – auch gegen Widerstand gegen die Bundeswehr haben wir prinzipiell erstmal nichts einzuwenden. Dennoch kommt der Artikel nicht von uns. Die Aktivist_Innen der Transpiaktion kriegen dennoch einen Daumen: Ihr habt euch eine ziemlich fette Stelle ausgesucht!

Alle Jahre wieder – Stolpersteine putzen 2.0

Wie auch im vergangenen Jahr, haben Rendsburger Antifaschist_Innen dieses Jahr die Stolpersteine gereinigt, die in Rendsburg für die Opfer des Nationalsozialismus in den Boden eingelassen wurden. Mit Edelstahlreiniger und Haushaltsschwämmen ausgestattet lassen sich die Metalloberflächen der Stolpersteine relativ problemlos reinigen. Da die Pogromnacht von 1938 – anlässlich des 20. Jahrestags der Falls der Berliner Mauer – kaum erwähnt wird, erschien es uns dieses Jahr besonders wichtig, die Konsequenzen von Nationalismus und Rassismus ins Bewusstsein der Menschen zu rufen. Beim Reinigen der Steine erfuhren wir nebenbei noch triviale aber dennoch informative Dinge über Rendsburg, wie zum Beispiel, dass die monarchistisch benannten Straßen im Stadtteil Neuwerk nach der Sitzordnung am dänischen Königshof angeordnet sind. Ein Großteil der in Rendsburg verlegten Stolpersteine liegt im Stadtteil Neuwerk, wo sich auch die ehemalige Synagoge befindet. Ebenfalls in Neuwerk findet sich der Stolperstein, der an Frieda Magnus erinnert, nach der kürzlich eine Straße in Büdelsdorf benannt wurde.
(Nicht im Bild: Kurt Magnus, Flucht in die USA, überlebt)
Wer sich für die Stolpersteine interessiert, findet Stolpersteine unter anderem vor der Volksbank am Schiffbrückenplatz (zwischen Bank und Fahrradständern), von der Volksbank in Richtung Altstädter Markt gehend am rechten Rand der Hohen Straße. Vom Altstädter Markt aus, findet mensch in der Schleifmühlenstraße Stolpersteine vor der ehemaligen Spielhalle neben dem Schauburg-Kino und ebenfalls in der Schleifmühlenstraße einen Stolperstein hinter dem Dönerladen Paradies-Ecke, in etwa gegenüber vom Steakhouse. Nach einem kleinen Fußweg durch den Stadtpark finden sich 4 Stolpersteine, wenn mensch vor der Hauptwache stehend die Straße links der Hauptwache wählt vor einem Wohnhaus auf der rechten Straßenseite. Von hieraus gesehen finden sich Stolpersteine vor dem Dr. Bamberger-Haus und in der Rosenstraße. Danach bietet es sich an, den Stolperstein in der Moltke-Straße zu suchen, schräg gegenüber vom Polizeirevier, vor einem repräsentativen Haus, das früher wohl Dr. Bamberger, einem jüdischen Rendsburger Arzt, gehörte und in dem sich auch heute noch eine Arztpraxis findet.

Um den Passant_Innen die Aktion zu erklären, verteilten wir einen Flyer. Auf der Vorderseite wurde die Aktion erklärt, auf der Rückseite wurde die Pogromnacht historisch eingeordnet und etwas zum Pogrom in Rendsburg geschrieben. Der Text des Flyers:

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht ein weiteres Mal. Der staatlich gewollte und von einer breiten Masse der Bevölkerung getragene Übergriff auf jüdische Menschen, deren Hab und Gut und Gebetsstätten konkretisierte die antisemitische Politik der NSDAP, welche in dem organisierten Massenmord an 6 Millionen Jüdinnen und Juden gipfelte. Schon am 10. Januar 1938, also einen Tag nach den Pogromen, wurden 30.000 Juden in ein Konzentrationslager verschleppt.
Die bedingungslose Kapitulation Nazideutschlands beendete den Massenmord, das rassistische und nationalistische Gedankengut vieler Menschen verschwand dennoch nicht gänzlich. Und so kommt es alle Jahre wieder, ja eigentlich täglich zu Übergriffen von (Neo-)Nazis auf Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, es werden Synagogen beschmiert oder jüdische Friedhöfe geschändet, es werden ganze Gegenden Deutschlands zur No Go-Area für Menschen mit Migrationshintergrund und Menschen, die sich gegen Nazis einsetzen werden von diesen tyrannisiert.
Auch hier in Rendsburg kam es am Wochenende zu einem Stand der NPD auf dem Paradeplatz, wo ungefähr 10 Nazis probierten ihre menschenverachtende Ideologie zu verbreiten.
Als Mahnmal gegen eben diese Ideologie wurden in den Boden Rendsburgs Stolpersteine eingelassen, die an die Opfer des nationalsozialistischen Wahns erinnern sollen. Damit diese wieder besser sichtbar sind, reinigen wir die Steine jährlich am 9. November.

Nie wieder Faschismus!

Antifa Rendsburg [AARD], November 2009
http://antifarendsburg.blogsport.de

Historischer Hintergrund

Die Reichspogromnacht

„In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Angehörige von Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS) zertrümmerten die Schaufenster jüdischer Geschäfte, demolierten die Wohnungen jüdischer Bürger und mißhandelten ihre Bewohner. 91 Tote, 267 zerstörte Gottes- und Gemeindehäuser und 7.500 verwüstete Geschäfte – das war die „offizielle“ Bilanz des Terrors. Tatsächlich starben während und unmittelbar in Folge der Ausschreitungen weit mehr als 1.300 Menschen, mit mindestens 1.400 wurden über die Hälfte aller Synagogen oder Gebetshäuser in Deutschland und Österreich stark beschädigt oder ganz zerstört. Weisung zu dem Pogrom war von München ausgegangen, wo sich die Führung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) zum Gedenken an den 15. Jahrestag des Hitler-Putsches versammelt hatte. Am 10. November wurden mehr als 30.000 männliche Juden in Konzentrationslager (KZ) verschleppt.“
(Quelle: Deutsches Historisches Museum / www.dhm.de)

Das Pogrom in Rendsburg

In Rendsburg verübten in der Pogromnacht 2 SS-Leute einen Sprengstoffanschlag auf die Synagoge, der den Thoraschrein zerstörte. 1939 wurde das Gebäude zwangsenteignet und von einer Fischräucherei übernommen. Erst in den 1980er Jahren wurde das Gebäude restauriert und dient nun unter dem Namen Dr. Bamberger-Haus als Jüdisches Museum. “