Archiv der Kategorie 'Andere Termine'

02.06 Tag der Deutschen Zukunft in HH

Mobi für 2.6 in RD
Am 02.06.2012 wollen Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet in Hamburg zum sog. “Tag der deutschen Zukunft“ (Tddz) aufmarschieren. Organisiert wird diese seit 2009 jährlich in Norddeutschland stattfindende Aufmarschreihe von einer Melange aus norddeutschen „Freien Kräften“ und NPD Strukturen. Die Kampagne der Neonazis rund um den Tddz ist völkisch-rassistisch, liebäugelt mit dem Rassismus der Mehrheitsgesellschaft und den Thesen von Thilo Sarrazin. Der anstehende Aufmarsch hat für die lokale Neonaziszene große Bedeutung, denn seit dem versuchten Großaufmarsch im Mai 2008 hat sich die Hamburger Neonaziszene eher durch Dauerpatzer hervorgetan.

Wir werden diesen Tag gemeinsam mit euch für die Nazis zum Desaster machen! Wir werden den Neonazis direkt und nachhaltig den Tag versauen, dabei setzen wir auf direkte antifaschistische Interventionen. Haltet euch die Tage rund um den 02.06.2012 frei, macht euch Gedanken über Aktionen, bildet Kleingruppen und haltet euch auf dem Laufenden!

Alle Aktuellen Infos gibts HIER

Kein Nazi-Aufmarsch in Lübeck (Erinnerung)

Der Frühlingsanfang rückt langsam aber sicher in greifbare Nähe, was auf freundlichere Temperaturen und damit ideale Voraussetzungen für eine Blockade des Nazi-Aufmarsches am 26.03. in Lübeck hoffen lässt. Wem handfestere Infos allerdings lieber sind, als das sprichwörtliche Warten auf schönes Wetter, der findet auf der Site von Basta! Linke Jugend die neuesten Infos zum Thema Lübeck.

Heute Abend: Demo gegen Grenzen

Wir dokumentieren einen Aufruf aus Hamburg:

Abschiebung ist Mord!

Der 17-jährige David starb am Sonntag im Hamburger Gefängniskrankenhaus.Nachdem er bereits tagelang jegliche Nahrung verweigert hatte, wurde er dort „tot aufgefunden“. Er hatte sich erhängt. Der aus Georgien stammende David war ohne seine Erziehungsberechtigten eingereist und saß bereits seit Februar in Abschiebehaft, in die er als Jugendlicher eigentlich nicht gehörte.

Es gibt keinen Freitod hinter Gittern!

+ Wir fordern die sofortige Abschaffung von Abschiebehaft.

+ Wir fordern ein sicheres Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis für alle Menschen, die in Deutschland leben.

+ Wir fordern die Abschaffung aller Sondergesetze für Nichtdeutsche, vor allem die Residenzpflicht für Flüchtlinge und das Asylbewerberleistungsgesetz.

+ Gerade Minderjährige Unbegleitete Flüchtlinge brauchen besonderen Schutz. Der Umgang mit ihnen soll sich an Kinderrechten und dem Kindswohl orientieren und nicht an rassistischen Ausländergesetzen

Make Borders History!

Demo: Dienstag 9.3.2010
18.00 Sternschanze

Es rufen auf: Flüchtlingsrat Hamburg, Café Exil, Sportallee-Infomobil, Avanti — Projekt undogmatische Linke, GEW-Studis

Scheiß auf die Bullen: Naziaufmarsch in Dresden verhindern!

In Dresden wird am 13. Februar wieder einmal Europas größter Naziaufmarsch stattfinden. Grund genug zu protestieren und sich den Nazis und ihrer menschenverachtenden Ideologie mit allen notwendigen Mitteln in den Weg zu stellen und die Nazis und ihre gequirlte Scheiße anzugreifen und den Naziaufmarsch zu verhindern!
Die Stadt Dresden ignoriert das Naziproblem seit Jahren beharrlich, würde eine ernsthafte Beschäftigung doch bedeuten, sich auch mit den Inhalten bürgerlichen Gedenkens auseinanderzusetzen. Um antifaschistischen Protest zu kriminalisieren und Blockaden und Angriffe gegen den Naziaufmarsch von vornherein zu delegitimieren, hat die Polizei nun Räumlichkeiten von Organisationen durchsucht, die gegen den Naziaufmarsch mobilisieren.
Wir verurteilen diesen Angriff auf antifaschistischen Protest entschieden und rufen euch dazu auf, am 13. Februar nach Dresden zu fahren. Jetzt erst recht!

Verschiedene Bündnisse rufen zu Aktivitäten gegen den Naziaufmarsch auf:
Das eher bürgerliche Bündnis „Dresden Nazifrei“
Das „antideutsche“ Bündnis „Keine Versöhnung mit Deutschland“
Das linksradikale Bündnis „No Pasaran“

Für Busfahrten und Vorfeldveranstaltungen in Norddeutschland checkt: http://dresden2010.hopto.org/

Nachtrag 20.01: Weil es so schön ist…

21.11. – Auf nach Husum!

Wir dokumentieren einen Aufruf aus Husum

Die Nazis sind los in Husum!

In den vergangenen Monaten gab es auffällig viele Vorfälle von Nazi-Aktivitäten in Husum. Während des Wahlkampfes hingen unzählige NPD-Plakate an den Laternen in den Straßen. Auch haben sich kürzlich die „Autonomen Nationalisten Husum“ gegründet. Verantwortlich für diese Gruppe von Rechtsextremisten ist Kevin Stein, der ehemalige NPD-Bezirksvorsitzende. NPD und freie Nationalisten treten also auch in Husum auf – eine beängstigende Vorstellung, denn die Resultate sind klar ersichtlich.

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Mehr zum Thema:
Kommentar zu den Nazi-Übergriffen am 19.10.09

Brutaler Überfall auf der Husumer Neustadt
Die Nazis verstecken sich nicht mehr, sie treten offensiv auf. Am 18.10.09 gerieten fünf Rechtsextremisten mit dem tendenziell antifaschistischen bzw. alternativen Publikum des „Shamrocks“ aneinander. Sie verletzten u.a.zwei Männer mit Schüssen aus einer Schreckschusspistole. Zu einem zweiten Angriff kam es, nachdem die herbeigerufene Polizei abgezogen war. Laut Augenzeugen hatten sich die Nazis in den „Goldenen Schlüssel“ zurückgezogen, und starteten von dort ausgehend einen zweiten Angriff. Der Inhaber Herr Gent distanzierte sich jedoch von Vorwürfen, dass es sich bei seiner Kneipe um einen Nazi-Treffpunkt handle. Er distanziere sich von der rechten Szene, und werde in Zukunft darauf achten, keine Nazis einzulassen.

Es muss also etwas getan werden. Wenn die breite Masse schweigt, fühlen sich die Faschisten in ihrer menschenverachtenden Einstellung bestätigt. Deshalb ist es wichtig, solchen Menschen zu zeigen, dass sie nicht erwünscht sind. Man darf ihnen keinen Raum lassen, denn sonst wird der Faschismus wieder in die Gesellschaft integriert.

Aufruf zur Demonstration am 21.11.09 um 13:00 auf dem Husumer Marktplatz
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Keine Toleranz der Intoleranz: Laut werden gegen Nazis am 21.11.09 auf dem Husumer Marktplatz um 13.00 Uhr.

Zur Demonstration rufen bisher verschiedene Einzelpersonen auf. Bitte ladet euch die Flyervorlage runter, druckt sie aus, und mobilisiert mit zur Demo. Kontakt zur Orgagruppe: hilse.max@googlemail.com

Kategorie C-Konzert in Neumünster verhindern!

Wir dokumentieren einen Aufruf, der über Rhizom kam:

Kategorie C-Konzert in Neumünster angemeldet

„Wir leugnen nichts, stehen zu allem was war.“ (Rainer Friedrichs,
Gitarrist von KategorieC/Hungrige Wölfe)

Für Samstag, den 17.10.09 haben Neonazis aus dem Umfeld der
Nazitreffpunkte Club 88 und Titanic ein Konzert mit der
Nazi-Hooliganband Kategorie C/Hungrige Wölfe angemeldet. Nach
bisherigem Wissensstand soll das Konzert am Stadtrand von Neumünster,
in Wasbek-Bullenbek stattfinden, also dort, wo in den Jahren 2008 und
2009 bereits von der Titanic organisierte Fußballturniere ausgetragen
wurden.

Die Band KategorieC/Hungrige Wölfe versucht sich offiziell zwar als
„unpolitische“ Hooliganband darzustellen, ihre CDs veröffentlichten
sie aber etwa beim Chemnitzer Szene-Label PC-Records, das zu dem
neonazistischen Ladengeschäft und Versand Backstreet Noise gehört.
Daneben gab es diverse Auftritte mit einschlägig bekannten Nazibands,
und auch Sänger Hannes Ostendorf trat im Jahre 2006 auf einem von der
NPD vor dem Gefängnis Berlin-Tegel organisierten Soli-Open-Air für den
inhaftierten Landser-Sänger Michael Regener, genannt Lunikoff, auf.

Obwohl es in einem Lied heißt „Deutschland dein Trikot, das ist
schwarz und weiß, doch leider auch die Farbe deiner Spieler“, achtet
die Band sonst nichtsdestotrotz darauf, keine eindeutig rechtsextremen
Liedzeilen zu schreiben, sondern besingt überwiegend Alkoholexzesse,
Frauenverachtung oder Gewalt. Nicht nur eine marktstrategische
Entscheidung, um ein größeres Publikum zu erreichen, sondern auch
Mobilisierung für die Neonazi-Szene: als „unpolitische Kapelle“ soll
die Band Jugendliche mit der organisierten rechtsextremistischen Szene
zusammenbringen, wie die Antifa Bremen schreibt. Frontmann Hannes
Ostendorf sang zeitweise gleichzeitig auch für die Rechtsrock-Band
Nahkampf und bei den neonazistischen Boots Brothers. Anders als bei
KategorieC/Hungrige Wölfe darf er bei Nahkampf aussprechen, was er
denkt. So betonte er in einem Interview, dass er die Hooligans als
neue SA, also als schlagenden Arm einer rechtsextremen Bewegung
ansehe. Ein Gedanke, den er nicht nur zu besingen, sondern auch in die
Tat umsetzen zu wollen scheint: schon 1991 wurde er wegen eines
Brandanschlags auf eine Bremer Flüchtlingsunterkunft zu fast 2 Jahren
verurteilt, im Dezember 2002 griff er mit seinem Bruder Hendrik (auch
er NPD- und sogar Blood&Honour-Aktivist) und weiteren Kameraden am
Rande der Antifa-Demo in Bremen mehrmals Linke an und verletzte diese.

Ein geplantes KategorieC/Hungrige Wölfe-Konzert im Landkreis Bad
Doberan im Mai diesen Jahres wurde von der Polizei unterbunden. In der
Begründung hieß es unter anderem, das eine „negative Beeinflussung von
Jugendlichen durch gewaltverherrlichende Texte“ zu erwarten sei. Von
dem Konzert gehe eine „erhebliche Gefahr für die öffentliche Ordnung
und Sicherheit“, so das Verwaltungsgericht Schwerin damals.

Hinweisen möchten wir an dieser Stelle darauf, dass es in Neumünster
an dem Wochenende allerdings auch einen thematischen Kontrapunkt gibt:
in der Aktion Jugendzentrum (AJZ) in der Friedrichstraße 24 findet ein
Konzert unter dem Motto „Metal & Hardcore against Fascism!“ statt,
spielen werden u.a. Vladimir Harkonnen.

UPDATE: Konzertanmeldung wegen der Auflagen zurückgezogen

Die VeranstalterInnen haben nun die Anmeldung für das Kategorie
C/Hungrige Wölfe-Konzert an diesem Samstag in Wasbek-Bullenbek
zurückgezogen. Zuvor hatte die Stadt Neumünster, die offensichtlich
über den politischen Hintergrund der Band informiert worden waren, die
Veranstaltung mit sehr strengen Auflagen belegt, auf die sich die
Neonazis nicht einlassen wollten. Dass das Konzert restlos ausfällt,
ist eher unwahrscheinlich, da schon ein Kartenvorverkauf stattgefunden
hat und die Neonazis nach dem ausgefallenen Club-Geburtstag schon
wieder ein Großevent absagen müssten. Haltet daher Augen und Ohren
offen, in Neumünster und Umgebung, aber auch in anderen Städten
Schleswig-Holsteins.

Checkt: www.antifanms.blogsport.de

Jetzt schlägts 13 – Club 88 schließen Vol. 3

Wir unterstützen folgenden Aufruf:

„Jetzt schlägt’s 13…“

Antifaschistische Demonstration
Sa., 26.9.09 / 15h HBF Neumünster
www.club88-schliessen.tk

Mit dem Club 88 (die Zahl 88 steht im gebräuchlichen Code der Naziszene für „Heil Hitler“, abgeleitet von dem H als achten Buchstabe im Alphabet) besteht im Neumünsteraner Stadtteil Gadeland eine ausschließlich von und für Nazis betriebene Lokalität, die in dieser Form wohl einmalig in ganz Deutschland ist. Das schwarz gestrichene Gebäude in der Kummerfelderstraße ist für die Nazis überregional von großer Bedeutung, um sich ungestört und regelmäßig treffen zu können, sei es nach und vor Demonstrationen, zu Konzerten und Liederabenden
oder den normalen Öffnungszeiten an jedem Wochenende. Auf einschlägigen Internetseiten, Weblogs und Foren wird bundesweit für den Club 88 Werbung gemacht, sowie zur Unterstützung dieser „nationalen Struktur“ aufgerufen. Jährlich zwischen Ende September und Anfang Oktober feiert der Club 88 sein Bestehen. Zu diesem Anlass kamen regelmäßig zwischen 250 und 500 Nazis nach Neumünster (im Jahre 2002 waren es sogar rund 700 FaschistInnen, die den Club-Geburtstag gleich mit einem ganzen Konzert auf einem Gelände in der Wrangelstraße feierten).

Zwar ist der Geburtstag des Club 88 der konkrete Anlass für die geplante antifaschistische Demonstration, jedoch bietet diese Lokalität nicht allein durch ihre alljährlichen “Geburtstagsfeiern” genug Grund für breite Proteste, denn mit dem Club 88 verfügt die Naziszene in Neumünster über eine Struktur, die für alle antifaschistisch und demokratisch gesinnten Menschen eine Bedrohung darstellt. Die Neumünsteraner Naziszene hat mit dem Club 88 seit 13 Jahren einen Treffpunkt, in dem sich ihre Anhänger ungestört und trotzdem “offiziell”, also nicht heimlich oder privat, sondern völlig offen treffen und zum Nationalsozialismus bekennen können.Der Club “Heil Hitler” steht seit 13 Jahren völlig ungestört gegenüber einer Schule mitten in einem Wohngebiet, als wäre dies das Normalste der Welt und als hätte es die in der NS-Zeit verübten Verbrechen nie gegeben. Das Ergebnis aus 13 Jahren Club 88 kann man sich mit einem Blick auf die Verhältnisse heute in Neumünster ansehen. Neumünster verfügt wie kaum eine andere Stadt in Schleswig-Holstein sowohl über eine organisierte Naziszene als auch über eine rechtsextreme “Alltagskultur”. In Neumünster brauchen Nazis nicht erst über Infotische, Aufmärsche oder dergleichen versuchen, Akzeptanz in der Mitte der Gesellschaft zu finden, sie sind längst da, in einigen Sportvereinen, in Kneipen, auf Stadtfesten etc. Dass gleichzeitig öffentlichkeitswirksame Aktionen nicht oder kaum stattfanden, erschwerte es AntifaschistInnen in Neumünster über Jahre, das Thema öffentlich zu problematisieren. Eines der offensichtlichsten Ergebnisse dieser Akzeptanz von Nazis ist die Kneipe Titanic in der Friedrichstraße, die mittlerweile neben dem Club 88 als zweiter Nazitreffpunkt in Neumünster fungiert. Dies geschieht immer offener, so wurde im vergangenen Jahr der Geburtstag des Club 88 mit rechtsextremen Liedermachern am Abend in die Titanic verlegt. Dies geschah, um den Auflagen, welche die Stadt für den Club-Geburtstag erlassen hatte, kurzfristig zu entgehen, und spricht für die enge Zusammenarbeit von Titanic-Betreibern und Nazis aus dem Club 88. Neben “ungeplanten” Gewalttaten, die ein so großes Potenzial von Rechtsextremen in der Stadt hervorbringt, gab es seit Anfang 2009 ausgehend von der sogenannten “Aktionsgruppe Neumünster” auch eine Reihe organisierter Gewalttaten. Auch ist zu befürchten, dass die NPD, vermutlich unterstützt von der Teils ebenfalls in der NPD organisierten “Aktionsgruppe Neumünster”, einen großangelegten Wahlkampf zur Landtagswahl am 27.9.09 in Neumünster plant, da die NPD hier 2005 ein überdurchschnittlich hohes Wahlergebnis erzielte. Genügend Gründe also für eine breit angelegte Demonstration am 26.9.09.

Wir werden in diesem Jahr, im Unterschied zu den Demonstrationen der beiden letzten Jahre, direkt in Gadeland demonstrieren.
Dabei gehen wir auch in diesem Jahr nicht davon aus, den Club-Geburtstag vollständig verhindern zu können. Es ist jedoch mit den beiden Demonstrationen 2007 und 2008 gelungen, den Club-Geburtstag wieder öffentlich zu problematisieren, den Nazis wurde nicht die Innenstadt überlassen und nicht zuletzt durch die Proteste gab es strenge Auflagen für die Nazifeiern. Daran gilt es anzuknüpfen, da es das erklärte Ziel seit der ersten Demonstration ist, irgendwann die Nazifeiern vollständig verhindern zu können, z.B. weil sich mehrere tausend DemonstrantInnen über Stunden in Gadeland aufhalten werden. In diesem Jahr wird es eine ausführliche Kundgebung in Gadeland mit Musikprogramm geben, um der Nazifeier ein Stück
antifaschistischer Kultur entgegenzuhalten. Danach wird die Demonstration wieder zurück in die Innenstadt führen. Am Rande des am selben Abend stattfindenden Klosterrock-Festivals wird es wie bereits im Vorjahr einen antifaschistischen Infopunkt geben.
Beteiligen Sie sich an der Demonstration gegen den Club-Geburtstag, gegen den Club 88 als Ganzes, gegen Nazigewalt und auch, um einen Tag vor der Landtagsund Bundestagswahl ein deutliches Zeichen
gegen die Wahl der NPD zu setzen. Für den Fall, dass der Clubgeburtstag an einem anderen Tag stattfinden sollte, wird es auch dann Proteste geben. Ort und Zeit werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Weitere Infos: http://www.club88-schliessen.tk

Unterstützer_innen:
[a²]-Hamburg * Antifaschistische Aktion Neumünster * Antifaschistische Aktion Rendsburg * Antifaschistisches Bündnis Dithmarschen * Antifaschistische Initiative Elmshorn * amnesty international NMS * Aktion Jugendzentrum (AJZ) e.V. * Antifaschistische Aktion Kopenhagen * Autonome Antifa-Koordination Kiel * Autonomes Frauenhaus NMS * Autonome Linke Hamburg * DGB Region KERN * Die Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein * Die Linke Kreisverband NMS * Evangelische Jugend Neumünster * DKP NMS * FAU Segeberg * Flüchtlingsrat S-H * Grüne Jugend S-H * Jugendzentrum „Hotel am Kalkberg“ Segeberg * IG Metall NMS * Jusos Segeberg * Kirchenkreis Jugendvertretung NMS * Kreisverband „Bündnis 90/die Grünen“ NMS * Landesausschuss der Studentinnen und Studenten (LASS) GEW Niedersachsen * Linksjugend (solid) NMS * Pawel Skateshop * Plan B/Antifa Segeberg * Segeberger Bündnis für Demokratie und Toleranz – Bündnis gegen Rechts * Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ) S-H * SPD Kreisverband Neumünster * Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der AntifaschistInnen NMS * Verein für Toleranz und Zivilcourage * Ver.di Bezirk Südholstein * Ver.di Jugend Südholstein

Bericht: Entschwörungstheorie

Entschwörungstheorie

Am Mittwoch, den 8.7., hat Daniel Kulla (http://www.classless.org) in Kiel bei einer Veranstaltung des AK Kritischer Studierender (http://www.akkiel.blogsport.de) sein Buch „Entschwörungstheorie“ vorgestellt. Gleich zu Beginn stellte er klar, dass der Titel auch ironisch zu verstehen sei, ginge es ihm doch nicht um eine generelle Ablehnung von Verschwörungstheorien, in denen er sogar kritisches Potenzial sieht, sondern um die Ablehnung von Verschwörungsideologien, die keine Fragen stellen und Antworten suchen, sondern passende Fragen für die vorgefertigte Antwort suchen. Im Laufe der Veranstaltung differenzierte Kulla immer zwischen kritischem Hinterfragen der „offiziellen Wahrheit“ und einer verschwörungsideologischen Verschwörungstheorie, die das Böse außerhalb des eigenen identitären Kollektivs projiziert, da diese häufig sehr nah am antisemitischen Stereotyp argumentieren oder sogar antisemitische Ressentiments bedienen.
Danach ging er auf anti-babylonische Äußerungen ein, die es hauptsächlich im klassisch linksradikalen Milieu zu finden gibt und illustrierte dies am Beispiel von Ton, Steine, Scherben (dennoch eine großartige Band, Anm. 2/3 d. Red.). Ihren Ursprung hat anti-babylonisches Denken in religiöser Moral, in der Bibel wird Babylon als unmoralisch dargestellt, weil es eine multiethnische Stadt ist, deren Bewohner_Innen teilweise in Luxus schwelgten und ein ausgiebiges Sexualleben hatten und die sich mit dem Turmbau die metaphorische Emanzipation des Menschen anmaßten. Daraufhin folgte, glaubt mensch der Bibel, eine göttliche Strafe für die Babylonier_Innen. Dieses apokalyptische Denken ist auch vielen Verschwörungsideologien zu Eigen, so wurde in Teilen der verschwörungsideologischen Szene 9/11 als Strafe für die angebliche Unmoral der USA angesehen. Dieser reaktionäre Hass auf angebliche Ausschweifungen und bürgerliche (Schein-)Freiheit äußerte sich beispielsweise in Horst Mahlers Abgefeiere der Anschläge. Danach erörterte Kulla die Spaltung der linksradikalen Bewegung in verschiedene Lager, im Schlepptau der Anschläge am 11. September. Seine These war, dass Teile der No Global-Bewegung auch verschwörungsideologisch argumentieren, indem sie simple Erklärungsmuster schaffen und klar in gut und böse unterteilen, anstatt komplexe Strukturen analytisch zu ergründen und zu kritisieren. Immer wieder lobte Kulla die amerikanische Kultur von Verschwörungstheorien, die ergebnisoffen, staatskritisch und damit potenziell emanzipatorisch sei. Auch wenn mr das weiterhin zweifelhaft erscheint, da es auch aus den USA genügend Beispiele für reaktionäres Verschwörungsdenken gibt. Ansonsten ein insgesamt recht interessanter Vortrag.

Antirassistische Demo in Segeberg am 03.07

Wir dokumentieren einen Aufruf aus Bad Segeberg der Plan-B Antifa Segeberg:

„Am 03.07.09 startet um 15:30 Uhr eine Demo auf dem Marktplatz in Bad Segeberg. Dies wird eine Solidaritätsveranstaltung zu Gunsten des Robert Nwanna sein. Gestern wurde das Urteil gesprochen (6Monate Freiheitsstrafe auf 2 Jahre Bewährung), dass wir mehr als unangebracht finden. Ein Freispruch wäre unserer Meinung nach zutreffend gewesen.

KOMMT ZAHLREICH, KOMMT LAUT! UND ZEIGT ROBERT NWANNA, DASS WIR IHN UNTERSTÜTZEN!!!

hier der Aufruf:

„Er wollte nur zu seiner Wohnung“

Tag für Tag muss Mensch mit anschauen wie die Justiz rabiat den staatlichen Rassismus praktiziert und unterstützt. Dafür ist nicht nur die rechtspolitische Einstellung eines/einer RichterIn, sondern genauso das Handeln der Polizei verantwortlich. Polizei und Justiz sind bekannt dafür alles erdenklich Mögliche einzusetzen um, ihrer Meinung nach, vermeintlich Schuldige zu bestrafen. Dabei werden oft die humanen Rechte bewusst nicht beachtet und geschützt.

WOVON REDEN WIR?:
Wir wollen den Fall mit dem Nigerianer, Robert Nwanna ansprechen. Nwanna musste sich gefallen lassen, wie die Polizei und Justiz versucht ihn in einem Verfahren, indem er unserer Meinung nach eindeutig unschuldig ist, als schuldiger Straftäter abzustempeln.

Die Rede ist von einem Vorfall im Jahr 2005. Abgesehen davon, dass sich Nwanna und seine Verlobte täglich rassistische Äußerungen anhören mussten, spielte sich am 26.05.2005 ein dramatisches Ereignis ab.

„Der Mann wollte ganz einfach vorbeigehen, er wollte nur zu seiner Wohnung“, bestätigt ein Nachbar, der den Vorfall beobachtete.
Gegen 19 Uhr begibt er sich nach einem kurzen Einkauf auf den Heimweg. Etwa 50 Meter vor seiner Erdgeschosswohnung hält sich eine Gruppe von ungefähr 15 junger Personen auf. Der grölende Haufen ist zu diesem Zeitpunkt schon entsprechend betrunken.
Robert Nwanna reagiert auf die nazistischen Beschimpfungen nicht und versucht der Gruppe aus dem Weg zu gehen. Als der, bei der Polizei, schon bekannte Artur Krug seinen Weg kreuzt und ihn ins Gesicht schlägt, versucht Nwanna in Richtung Hauseingang zu flüchten. Nachdem Robert es gerade noch im letzten Moment schafft seine Wohnung zu betreten, schlägt und tritt der braune Haufen mit voller Kraft gegen die Tür, bis sie letztendlich zu Bruch geht.
In Todesangst um seine Familie, entscheidet er sich die Wohnung, durch das Küchenfenster, zu verlassen. Damit wollte er die Nazis von seiner Wohnungstür weglocken und wieder auf sich aufmerksam machen.
Die 15 Personen lassen von der Tür ab und umzingeln Robert. Artur Krug, vorerst bewaffnet mit einem Messer, lässt sich von seinem Kameraden eine Golfschläger reichen. Er trifft den Nigerianer damit mehrfach im Brustbereich. In der eindeutigen Notwehrsituation, wird Krug von Nwanna im Schulterbereich mit einem Messer getroffen. Nwanna sucht danach sofort die Flucht auf und sucht keine weitere körperliche Auseinandersetzung.

Der Kriminalhauptkommissar Tiemann notiert, dass neben Nwanna auch seine Verlobte mit auf dem Revier war und ergänzt: „Dabei war auch ein circa anderthalb Jahre altes weibliches Kleinkind, augenscheinlich eine Mulattin.“ Dass solch eine rassistische Äußerung von einem Beamten kommt, ist mehr als erschreckend. Des Weiteren ist es zu kritisieren, dass trotz Nwannas Beschwerde auf Grund starker Schmerzen, der zuständige Arzt erst 14 Stunden nach der Ingewahrsamnahme eingeschaltet wird.

Die damalige Kieler Staatsanwältin sieht von Anfang an die Schuld bei Nwanna. Nach mehreren Verhandlungen, ebenfalls gegen die Rassisten, welche aber fallen gelassen wurden, wurde am 24.06.09 das Urteil ausgesprochen. Für sechs Monate Freiheitsstrafe auf zwei Jahre Bewährung entscheidet sich der zuständige Richter.

Abgesehen davon, dass der Richter die Tatsachen verdreht und bei der Urteilsbegründung falsche Aspekte dazu erfindet und entscheidende Fakten weglässt, halten wir das Urteil für mehr als unangebracht! Da Nwanna in klarer Notwehr gehandelt hat, halten wir einen Freispruch für zutreffend!

SOLIDARISIERT EUCH MIT ROBERT NWANNA!
PLAN-B ANTIFA SEGEBERG

Demo: 03.07.09 15:30 Uhr Marktplatz Bad Segeberg“

Den Aufruf bitte ausdrucken und verbreiten!

Spiegel Online
berichtete bereits Juni 2008….

Morgen, 20. Juni, 13 Uhr, Hamburg: Solidarität mit der iranischen Linken

In Hamburg findet morgen neben einer allgemeinen Solidemo für die Protestierenden im Iran noch eine weitere Demo statt, die von exil-iranischen Linken veranstaltet wird, die keinen „Islamismus light“ im Iran wollen, sondern wirkliche Freiheit und Gleichberechtigung. Bei scharf-links findet sich der folgende Aufruf:

Liebe Solidarisierende,

die Demonstration, die für Samstag, den 20.06.2009 um 13:00 Uhr am Hauptbahnhof/Kirchenallee geplant ist, wird organisiert von Anhängern des unterlegenen Kandidaten Mussawi. Sie verweigern uns das zeigen unserer Transparente, das Recht auf einen Redebeitrag, also das Recht auf Teilnahme an dieser Demonstration. Das ist das wahre Gesicht der religiösen „Reformisten“.
Daher sind wir gezwungen eine separate Kundgebung zu veranstalten. Diese findet statt:

Samstag, den 20.06.2009 um 12:00 Uhr am Hauptbahnhof / Glockengießerwall

Wir würden uns freuen, wenn ihr zahlreich erscheinen würdet, um die Solidarität mit dem Protest der iranischen Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen.

Iranisches linke Spektrum Hamburg

Unterstützt emanzipatorische Bewegungen im Iran!