Stellungnahme zu den Brandstiftungen in der Rendsburger Innenstadt

In der Nacht vom 15.5. auf den 16.5.2013 wurden in der Rendsburger Innenstadt zwei Müllcontainer angezündet und dabei die Gefährdung von Menschenleben billigend in Kauf genommen.
Der lose Zusammenschluss von Menschen, welche die Antifaschistische Aktion Rendsburg bilden, distanziert sich von solchen Aktionen und verurteilt diese wahllos gelegten Feuer in aller Schärfe.

Wir sehen uns dazu genötigt diese Stellungnahme zu verfassen, da am 17.5.2013 ein Artikel in der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung veröffentlicht wurde, der sich tendenziös und voreingenommen auf die Suche nach Schuldigen begibt!
Hierin wird ein Zusammenhang zwischen der Brandstiftung und antifaschistischen Aufklebern und Plakaten, die im ganzen Stadtraum zu finden sind, hergestellt.
Dies ist schlichtweg falsch.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass sich die auf den Plakaten beworbene „Do it yourself“-Kampagne mit dem Aufruf zur Antifaschistischen Offensive nicht gegen Wohnhäuser oder Geschäfte richtet, sondern explizit dazu aufruft den Wahlkampf der NPD in Schleswig-Holstein zu stören und zu sabotieren. Dieses Ziel unterstützen wir grundsätzlich und wehren uns dagegen, dass sinnloser Vandalismus und Brandstiftung mit Aktionen gegen den NPD-Wahlkampf vermengt, gleichgesetzt und dem Antifaschismus zugeschrieben werden.
So sei auf die Polizeiliche Meldung zu der Brandstiftung verwiesen. Dort wird angegeben, dass „weder die Tatorte noch dort lebende oder arbeitende Personen in Zusammenhang mit der rechten Szene gebracht werden können.“

Wir gehen also davon aus, dass sich die bisherigen Unterstellungen als haltlos erweisen.
Und so bitten wir die Öffentlichkeit darum diesen Vorfall mit etwas mehr Vorsicht und Unvoreingenommenheit zu betrachten und zu bewerten.

Die Antifaschistische Aktion Rendsburg – 18.5.2013

shz Artikel vom 17.05.2013
shz Artikel vom 18.05.2013


1 Antwort auf “Stellungnahme zu den Brandstiftungen in der Rendsburger Innenstadt”


  1. 1 Gast 23. Mai 2013 um 17:52 Uhr

    Hallo!
    Erstmal, ich bin ein großer Freund von Aktionen gegen die NPD und ihr Dr*ckspack und habe auch den Bericht von Shz über den Brand gelesen, klar man ist schnell voreingenommen wenn man die Aukleber mit einem brennenden Container sieht,aber ich denke da möchte man euch was in die Schuhe schieben ;)
    Allerdings habe ich eine Frage: Warum müssen die Antifaschistischen Aktionen alle mit soviel Gewalt und Vandalismus arbeiten? Man könnte die Penner auch viel wirkungsvoller und kreativer blockieren ohne was anzuzünden und letztendlich fügen diese „DIY-Aktionen“ ihnen kaum Schaden zu..
    Das gilt auch für die Demos auf denen immer kräftig geschlagen wird und die „ACAB“-Einstellung..kennt ihr alle Cops?
    Ich würde gerne weiter Aktionen gegen das Dreckspack von euch sehen aber vllt. ein bisschen schlauer,kreativer und (ein ganz ganz) bisschen ohne Gewalt? :)
    Freue mich auf Antwort!

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.