Archiv für Juli 2011

Kurz dokumentiert

Während Agnes Miegel noch immer Namensgeberin für eine Straße in Büdelsdorf ist, scheint es, als würde sich der Trend andernorts dorthin bewegen, NS-Persönlichkeiten aus dem Stadtbild zu verbannen. So wurde bereits am 27.​10.​10 eine ebanfalls nach Miegel benannte Straße in Erfstadt umbenannt, und auch in Lünen scheint man nun über eine Umbenennung der nach Agnes Miegel und Karl Wagenfeld benannten Straßen nachzudenken. Warum aber scheinen der hiesige Stadtrat und die AnwohnerInnen so an ihrer Nazidichterin zu hängen? Einen vernünftigen Grund zu finden fällt vermutlich nicht bloß dem Autor schwer, daher abschließend einmal mehr die Forderung nach der längst überfälligen Umbenennung der Agnes-Miegel-Straße um somit eindeutig Stellung gegen Nazis und braunes Gedankengut zu beziehen.

Besser spät als nie?

Nach etwa einem Monat des konsequenten Totschweigens, hat man sich bei der SHZ nun endlich dazu durchgerungen, sich das eigene journalistische Versagen einzugestehen und eine Richtigstellung bezüglich des Artikels vom 22.06., in dem man Dennis Grubes zweifelhaftes Engagement auf Facebook noch in höchsten Tönen lobte, zu veröffentlichen. Zwar wird in dem Artikel nicht erwähnt, dass jedes vierjährige Kind, unter Zu­hil­fe­nah­me des Internets, schnell Näheres über die Gesinnung „Dennis G.“s (beim letzten mal war es doch auch kein Problem den vollen Namen zu schreiben…) hätte rausbekommen können, aber wer soll einem Provinzblatt, das ansonsten über Traktorrennen und Rendsburger Herbst berichtet, einen solchen Faux­pas schon übel nehnem? Deshalb abschließend der Ratschlag an die Redaktion der LZ, derlei „Schlagzeilen“ zukünftig der Springer-Presse zu überlassen, anstatt zu versuchen Faschos zu lokalen Berühmtheiten zu erheben wenn das nächste Sommerloch vor der Tür steht.