Archiv für April 2010

8. Mai – Befreiungsparty in der T-Stube

Antifa-Infotelefon

Aufgrund diverser Vorfälle mit Nazis in letzter Zeit, haben wir uns entschieden, eine telefonische Infonummer einzurichten.
Wenn ihr Nazis in der Stadt seht, die Flyer verteilen, irgendwo Nazisprühereien aufgetaucht sind, die ganz schnell beseitigt
gehören, oder bei anderen Dingen, für die das Medium E-Mail zu langsam ist: Ruft uns an! Sollte einmal niemand ans Telefon
gehen können, könnt ihr uns selbstverständlich auch eine SMS schreiben. Wenn ihr bei wichtigen Dingen telefonisch informiert
werden wollt, dann könnt ihr uns auch eure Handynummer in die Hand drücken und erhaltet im Fall von Nazi-Aktivitäten
dann hoffentlich rechtzeitig einen Anruf oder eine SMS von uns. Die Telefonnummer des Antifa-Infotelefons ist:

01578/6550097

Ihr findet die Nummer auch am linken Rand der Homepage oder im Kontakt-Bereich.
Antifa-Infotelefon

Nazis verteilen Flyer in Büdelsdorf

Etas 7-8 Nazis der „Freien Nationalisten Rendsburg“, ergänzt um Roland Siegfried Fischer aus Kiel und Julia Molter mit Schleswiger Kennzeichen, verteilten gestern, am 3.4., Hetzpamphlete vor dem Büdelsdorfer Einkaufszentrum Rondo. Genau vor einem Jahr war die Nazigruppe um Sebastian Sommer das erste Mal öffentlich in Erscheinung getreten, damals noch als AG Rendsburg. Lobend wollen wir festhalten, dass die über die Aktivitäten der Nazis informierte Geschäftsleitung des Rondo bemüht war, die Nazis so schnell wie möglich des Platzes verweisen zu lassen. Nach einer zuerst verbalen Auseinandersetzung mit einer Gruppe Antifaschisten, beschlossen die Nazis in die Offensive überzugehen und die Antifaschisten über den Parkplatz des Einkaufszentrums jagen zu wollen. Begleitet wurde dieser Versuch von der Aussage Roland Siegfried Fischer: „Den schnappen wir uns“ und vom Gepöbel eines Boneheads, der verkündete: „Ich mach euch richtig lang.“ Diese Reaktion der Nazis war sicher nicht zwingend vorauszusehen, aber zumindest zu erwarten. Da genügend Passant_Innen diese Szenerie beobachten konnten, war für die Nazis an eine weitere Durchführung der Aktion, zumindest in bürger_innennahem Auftreten, natürlich nicht mehr zu denken. Es letztendlich nicht zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit den in Überzahl agierenden Nazis kommen zu lassen, ist die aus unserer Sicht völlig richtige Entscheidung. Die Gruppe Antifaschisten wäre durchaus in der Lage gewesen sich angemessen zu verteidigen, eine Massenschlägerei, mit Verletzten auch auf unserer Seite, war aber absolut nicht unsere Zielsetzung, ebensowenig wie möglicherweise verletzte Passant_Innen, beim Einsatz von Abwehrsprays direkt vor der Tür eines Einkaufszentrums. Vielmehr war das Ziel, die Nazis nicht ungestört ihre Propaganda verteilen zu lassen. Das ist letztendlich vor allem geglückt, weil die FNRD in üblicher Bratzenmanier lieber uns hinterhergesprintet ist, als weiterhin Flyer zu verteilen. Gerüchteweise hat sich Roland Siegfried Fischer dabei nicht nur die Augen gerieben, weil er über die mangelnden Sprintkünste des Kameraden Sebastian Sommer erstaunt war. Die Anzahl erfolgreicher zuende geführter Verteilaktionen vor Einkaufszentren verbleibt für die Nazis daher bei Null.

Auch wenn das krass übersteigerte Männlichkeitsbild der Nazis einen solchen Schluss wahrscheinlich nicht zulässt: Die meisten Situationen lassen sich mit Köpfchen besser klären, als mit Quarzsandhandschuhen. Dennoch können wir eine Aktion nicht als Erfolg werten, in deren Rahmen Nazis in organisierter Art und Weise probieren Antifaschisten anzugreifen. Zu besorgniserregend ist die Tatsache, dass Nazis nicht nur in größeren Gruppen auftreten, sondern diese auch noch nutzen können, um Menschen anzugreifen. Einmal mehr wurde gestern deutlich, was immer Inhalt neonazistischer Ideologie war und bleiben wird: Gewaltausübung als oberstes Ziel.

April, April!

Die Meisten werden es sicher geahnt haben, die Rendsburger Nazis haben sich zu früh gefreut, unsere gestrige Stellungnahme war selbstverständlich nur dem gestrigen Datum zu verdanken und wir werden uns auch weiterhin bemühen, das Leben für Nazis, Rassisten und andere Arschlöcher so schwer wie möglich zu machen. Wir wünschen allen ein tolles, langes Wochenende und beenden das ganze mit einem kleinen „Pressespiegel“:

Keimfrei: „Ich hatte kurzzeitig Hoffnung.“

AARD ist tot, es lebe, ja was lebe denn?

Nach einem über Monate andauernden Kriseln unserer Gruppe, haben wir nach einer langen Krisensitzung die Entscheidung getroffen, die Gruppe in ihrer bisherigen Form aufzulösen.
Das Fehlverhalten einiger Mitglieder nahm über Monate hinweg Ausmaße an, die für uns – als politisch aktiv verbleibenden Rest – nicht mehr weiter tolerierbar wurden. An vorderster Stelle der Freizeitgestaltung stand der Alkoholkonsum inklusive damit verbundener Ausfälle und einige Gruppenmitglieder waren am Wochenende sogar im Cheyenne anzutreffen.
Die zahlenmäßig größere Mehrheit der Gruppe, besteht darauf, auch unseren bisher gemeinsamen Internetauftritt weiterzuführen – da wir allerdings noch die Passwörter haben, erhalten sie die Seite im für die neue Gruppe angemessenen Design. Wir, als besseres Achtel der Gruppe, überlegen uns weiterhin, unter welchem neuen Namen wir unsere politische Arbeit weiterführen.

AARD, Frühjahr 2009