Pressemitteilung: Neo-Naziparty und Schmierereien in Rendsburg

Pressemitteilung der Antifaschistischen Aktion Rendsburg [AARD]:

Rechte Schmierereien und Neonaziparty am vergangenen Wochenende

Schmierereien

Am Wochenende vom 6.-8. Februar kam es zu mehreren Vorfällen mit
Rechtsextremisten. In der Nacht auf Samstag wurde das linke Kulturzentrum „T-Stube“ mit rechten Parolen besprüht. Verwendete Parolen waren unter anderem: „Good Night Left Side“, „Fight Israel“ und „Nationaler Sozialismus jetzt“. Unterschrieben wurden die Schmierereien mit „Autonome-Nationalisten Hamburg/Schleswig-Holstein“. Während der Woche war es bereits zu rechtsextremen Schmierereien in Fockbek gekommen. Dort wurden unter anderem der Jugendtreff und das Schwimmbad beschmiert. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Neonaziparty

In der Nacht auf Sonntag feierte eine große Anzahl Neo-Nazis einen
Geburtstag in der Gastwirtschaft „Raststätte“ in der Schleswiger Chaussee. Unter den Gästen befand sich auch der Kieler Neo-Nazi und ehemalige NPD-Funktionär Peter Borchert. Die Veranstaltung ging bis in die frühen Morgenstunden. Von der gegenüberliegenden Tankstelle aus wurde die Veranstaltung durchgängig von einer Streifenwagenbesatzung der Bereitschaftspolizei beobachtet. Da sich die Neo-Nazis ruhig verhielten, konnten sie ungestört
feiern. Solche Partys und ähnliche Veranstaltungen haben eine große Bedeutung für das Gemeinschaftsgefühl und die Vernetzung innerhalb der rechten Szene. Die Häufung von Vorfällen mit rechtsextremem Hintergrund in und um Rendsburg ist besorgniserregend. Immer häufiger kommt es zu rechten Schmierereien an Jugendtreffs. Rechte Propaganda im Innenstadtbereich und in kompletten Straßenzügen Rendsburgs, Büdelsdorfs und Fockbeks nimmt zu. Kneipen, in denen die Betreiber
offensichtlich kein Problem mit ihrer rechten Kundschaft haben, sind häufig Ausgangspunkt solcher Angriffe. Daher ist es umso wichtiger, dass die Wirte nicht aus reinem Profitinteresse ihre Kneipen für rechte Veranstaltungen zur Verfügung stellen.

Für Nachfragen benutzen Sie bitte unser Kontaktformular.
Bilder:



2 Antworten auf “Pressemitteilung: Neo-Naziparty und Schmierereien in Rendsburg”


  1. 1 Morning 13. März 2009 um 8:55 Uhr

    Ihr benutzt das Wort „Schmierereien“ für Graffiti, was ein Begriff der bürgerlichen Medien ist und genutzt wird auch die Sprayer zu kriminalisieren, die eher aus einer systemkritischen, linken Perspektive zu sprühen. Ich finde es wichtig Sprühen als Sprühen zu bezeichnen. Fakt ist, das beim Sprühen nichts schmiert. In den Medien, von der Polizei und den Politikern wird „Schmierereien“ genutzt um Graffiti als solches als etwas dreckiges zu deklarieren und nicht als Kunst. Natürlich sind rechte Graffitis scheisse, das daran kein Zweifel bleibt. Aber ich fände es besser, wenn ihr nicht diese bürgerliche Klassifizierung übernimmt, weil ihr damit auch helft einen Begriff zu etablieren, dessen Hauptzweck ist, der konkrete Auseinandersetzung mit den Inhalten von Graffitis auszuweichen, wie es in dem Fall hier z.B. so wichtig wäre. Das schlimme sind ja nicht Graffitis, sondern rechtsradikale Inhalte, oder?

  2. 2 antifarendsburg 13. März 2009 um 14:03 Uhr

    Schmiererei oder nicht ist doch abhängig vom Inhalt! Rechte Parolen sind Schmierereien, emanzipatorische Inhalte würden wir wohl eher als Streetart titulieren.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.